Empathie

Jeder kennt das : Man hat einen Tag erwischt, an dem kaum etwas gut klappt, oder man hat etwas schlimmes erlebt, das einen noch lange beschäftigt. 

Kurz gesagt : Es geht einem scheiße.

In solchen Momenten freut jeder sich darüber, wenn ein anderer interessiert zuhört oder einen vielleicht einfach nur schweigend umarmt, er oder sie mit anderen Worten empathisch, sprich mit Empathie, reagiert. 

 

Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden.

Es ist etwas ähnliches wie Einfühlungsvermögen.

 

Es gibt mittlerweile diverse Modelle zu diesem Begriff. 

Der Psychoanalytiker Arno Grün unterschied z.B. erlernte, kognitive Empathie von erworbener, emotionaler, "echter" Empathie, eine dem Menschen angeborene Eigenschaft.

Letztere verkümmert im Laufe der Sozialisation durch gesellschaftliche (Selbst-) Entfremdungs- Prozesse und wird zunehmend durch die erlernte Empathie ersetzt.

Ohne ein echtes Mitgefühl entstehen tragischerweise immer mehr gefühlsarme und rational gesteuerte zwischenmenschliche Prozesse, die gesellschaftlich unmenschliche, verkopfte Strukturen fördern.

 

Ich selbst habe mich vor einiger Zeit darüber erschrocken, dass in bestimmten Situationen mit Menschen meine Bereitschaft für Empathie, im Sinne eines Verständnisses für bestimmte Verhaltensweisen, bis zum Gefrierpunkt sinken kann, was zwischenmenschliche Folgen hatte, z.B. Trennungen meinerseits, und habe mich daraufhin verstärkt mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Denn ich wollte wissen wann und warum das bei mir so war und entsprechend meine Haltung ändern, da sie sich nicht gut und auch nicht richtig anfühlte, und sie mir insofern im Weg stand, alsdaß ich mir sehnlichst eine mitmenschlichere Gesellschaft wünsche, und ich weiß, dass diese immer bei einem selbst anfängt !

Also war mir klar :

Ich muß bei mir selbst weitermachen statt in diesen Momenten meinen Teil der Gesamt-Verantwortung an einem Konflikt komplett an den anderen zu delegieren um ihn in seine eigene Verantwortung bringen zu wollen.

An zwischenmenschlichen Konflikten sind nämlich immer mindestens zwei Menschen verantwortlich beteiligt. Das heißt : Jeder trägt zu einer gelingenden Beziehung eine Eigen- und Gesamt-Verantwortung, indem er idealerweise sowohl auf seine eigene Bedürfnisse als auch auf die des anderen achtet und dies in seinen Umgang mit Nähe und Distanz gegenüber seines Umfelds mit einbezieht.

 

Man macht es sich daher zu einfach, wenn man eine Beziehung ohne versuchte Klärung der jeweiligen Bedürfnisse wegschmeißt oder die andere Person aufs Abstellgleis stellt, wenn sie bestimmte Erwartungen nicht erfüllt, wie ich es selbst das vorletzte Jahr erleben durfte. 

 

Man macht es sich ebenfalls sehr einfach wenn man dem anderen nicht richtig zuhört und auf Durchzug stellt.
Das geht nicht, denn es ist nicht wert-schätzend.

Manche Menschen glauben fälschlicherweise, daß diese Praxis etwas mit "Gelassenheit" zu tun habe, doch echte Gelassenheit ist etwas völlig anderes und hat mit gegenseitiger Wertschätzung zu tun.

Nicht zuzuhören wenn jemand anderes erzählt, hat etwas mit Desinteresse zu tun und nicht mit Gelassenheit, die hingegen Achtsamkeit und Wertschätzung für den anderen voraussetzt.

 

 

Ich habe gemerkt, dass diese o.g. Situationen bei mir dann auftauchen, wenn ich auf Menschen treffe, die nichts gegen ihre eigene selbst- oder mit-verschuldete Situation tun, obwohl sie den Ursprung ihres Kummers und ihren Eigenanteil ansatzweise verstehen.

 

Bei Leuten, die über bestimmte Situationen klagen, aber nichts daran ändern weil es ihnen nicht bewußt ist, habe ich hingegen nur selten ein Problem, denn sie können nichts dafür, sie wissen es nicht besser.

Und ganz ehrlich : Das kennt jeder bei sich - den Balken vor dem eigenen Kopf :-/ 

Wobei es schon eine große Herausforderung darstellen kann, wenn Leute sehr stark abwehren (z.B. kriegstraumatisierte Eltern), indem sie ihre defizitäre Situation immer wieder auf andere / ihre Kinder projizieren inklusive seelischer Krankheitsdiagnosen, und ihnen vorwerfen, daß diese bei was auch immer falsch liegen, während sie ihre eigene Perspektive dabei nicht einmal hinterfragen. Das ist tragisch.

 

 

Ich selbst mache wirklich genug Fehler, dafür bin ich Mensch, aber ich versuche zumindest immer auch die Sichtweise des anderen zu verstehen, und das geschieht idealerweise nicht nur kognitiv sondern auch gefühlsmäßig.

Wenn ein anderer nur seine Ansicht gelten lassen will und nicht bereit ist, sein eigenes Verhalten zu überdenken, finde ich das schwierig, erst recht wenn er von anderen viel Unterstützung bekommt, und sie ihn etwas öffnen wollen im Hinblick auf alternative Ansichten.

  

Mit anderen Worten: Meine Empathie und meine Wertschätzung sinken gegen null, wenn ich merke, dass jemand nicht bereit ist an sich zu arbeiten.

 

Das hat bei mir etwas mit den Themen Gerechtigkeit und Authentizität zu tun, die für mein Leben einen sehr hohen Stellenwert haben, und ich entsprechend eine sehr hohe Anforderung sowohl an mein eigenes ethisch-moralisches  Verhalten als auch an das von anderen stelle  - was ich nicht zu ändern bereit bin, da ich meine Ideale nicht verraten und die Hoffnung an das Gute in uns allen nicht aufgeben werde.

Daher habe ich auch etwas gegen Scheuklappen und Maskeraden, weiß andererseits natürlich darum, dass diese einen überlebenswichtigen Sinn erfüllen und somit auch für die Betreffenden lebensrettend sein können, z.B. im Falle von Traumata (allerdings oft schädigend für ihre engsten Bezugspersonen). Insofern ist ihre Anwesenheit dann sogar, zumindest für die betroffenen Menschen selbst, sehr wichtig und haben ihre Berechtigung.

 

Allerdings sehe ich das so, dass, indem wir alle mit unseren kleineren und größeren Scheuklappen durch die Weltgeschichte laufen, wir demzufolge alle auf gewisse Weise (mal mehr mal weniger) unecht / nicht authentisch sind, und wir uns dadurch nicht nur uns selbst die Chance auf persönliche Weiterentwicklung nehmen, sondern - als soziale Wesen, die wir sind - damit in gleichem Maße auch unserem gesamten sozialen Umfeld.

 

Darum verhalten wir uns, solange wir bei unseren Scheuklappen (und Masken) bleiben wollen, sehr ignorant, egoistisch und egozentrisch.

Zumindest solange wir in der Lage sind, sie ansatzweise zu erkennen - sowie den Grund ihrer Verwendung - aber nicht bereit sind sie abzunehmen !

 

Denn indem wir uns verstecken oder wir kein echtes Selbst haben, können auch andere nicht von uns lernen (und nicht nur wir nicht von ihnen !)

 

Was das für uns alle bedeutet, kann jeder von unserem konsum- und leistungsorientierten Gesellschaftsbild ablesen, das auf sozialen Ungerechtigkeiten basiert, welche Empathie-Armut zur Ursache haben.

 

Also : Solange Scheuklappen bzw. Verdrängung eine lebensrettenden Funktion haben, sind sie zu befürworten. Wenn sie allerdings keinen Sinn (mehr) machen, z.B., wenn jemand beginnt, über sich zu reflektieren und an sich zu arbeiten, dann werden sie überflüssig, und es macht fortan großen Sinn, daß der Betreffende sie entfernt, um Platz zu machen für (mehr) eigene positive Ressourcen und... Authentizität im Sinne eines authentischen Selbst ! ! !

 

* * * 

 

Es gibt folgende Alltagssituationen, die mich an den Rand von Gut und Böse katapultiert haben, und auch ich selbst bin in den Beispielen enthalten :-P      Diese Situationen haben mich schwer zum Nachdenken gebracht.

 

N. beschwert sich oft über bestimmte Situationen :

Ihre Chefs holen sie hin und wieder aus dem Urlaub, weil Angestellte krank sind und ihre Chefs nicht in der Lage sind, das personelle Loch auf andere - "personalfürsorgliche" - Weise zu stopfen. Sie bestimmen zudem wichtige Dinge über ihren Kopf hinweg. Mit anderen Worten, sie behandeln sie wie Dreck !

N. hat schon ganz geschwollene Hände und kann sie kaum mehr bewegen ! Aber sie ändert nichts an ihrer letztlich mit-verschuldeten Situation (schließlich gehören immer zwei zu einem Ausbeutungsverhältnis, was ich ihr auch genauso sagte : Der, der ausbeutet und der, der sich ausbeuten läßt). 

Das heißt, sie jammert, was völlig berechtigt ist, aber sie ändert nichts, auch nicht, nachdem ich ihr Hilfestellungen angeboten habe.

Folge: Meine Motivation, weiterhin Kontakt zu ihr zu haben, ist zusehends geschwunden. Meine Empathie für sie war erst einmal im Keller, denn ich konnte in meinen Bemühungen keinen Sinn mehr erkennen.

 

G. glotzt oft fern, beschwert sich über die Beitragsgebühren des Beitragsservices (ehem. GEZ) und sagt, dass sie der allergrößte Mist und unfair sind, tut aber Folgendes, als eine Mahnung zur Vollstreckung seitens der Stadt in sein Haus flattert, denn er hat genug Geld. Er schreibt mir sinngemäß : "Ach, zur Not überweise ich eben die gewünschte Summe, dann habe ich Ruhe..."

Ich weiß nicht mehr was ich ihm daraufhin gesagt bzw. geschrieben habe, aber meine Empathie war auf dem Nullpunkt, weil er Geld als geeignete Lösung für dieses (unfaire) strukturelle Problem sah. Etwas aktiv gegen den Beitragsservice zu unternehmen, das war ihm offensichtlich nicht wichtig genug. Zahlen war da einfacher. (Deshalb hat es zwischen mir und Leuten, die wohlhabend waren, bislang auch nie geklappt. Unsere Ansichten sind einfach VIEL zu verschieden.)

 

J. langweilt sich an seinem Arbeitsplatz, verdient aber sehr gut, weswegen er seinen Job nicht aufgeben will, obwohl er es ein paar Male in Erwägung gezogen hatte. Nein, er tut es nicht, obwohl er Alkohol - Probleme hat, die er in seinen "Aussteiger" -Urlauben zusammen mit seiner besten Freundin und Ex seit langer Zeit obendrein ordentlich pflegt.

Sie beide verbindet außerdem nicht nur eine Substanz-Abhängigkeit, sondern auch noch eine emotionale Abhängigkeit. 

Sie hat es sich offenbar außerdem zur Lebensaufgabe gemacht, da er wohl eine recht schwierige Vergangenheit hat, ihm lebenslang helfend zur Seite zu stehen. Was an und für sich von einer anständigen und wirklich löblichen Einstellung zeugt, wenn es denn diese ( Co- ) Abhängigkeiten zwischen ihnen nicht geben würde.... Sehr erschwerend kommt hinzu ( nicht nur für sich selbst sondern insbesondere auch für ihre Klienten - den Aspekt hat sie irgendwie nicht gesehen ), dass sie ausgerechnet traumatisierte Menschen pädagogisch betreut.

Und beide fragten sich bei dieser seltsamen und ungesunden, "ineinander-verhakten" Art von Beziehung tatsächlich warum sie niemals den "richtigen" Partner kennen lernen... ??! 

Und dann komme ich auch noch daher, realisiere diese ungesunden Strukturen dort erst mal nur sehr, sehr latent, obwohl ich eine gute Beobachterin bin, frage mich, warum diese neue Bekannte mich offenbar mit ihrem besten Freund / Ex verkuppeln will ( ich glaube tatsächlich rückblickend, sie wollte dadurch herausfinden, wie wichtig sie ihm noch war, das kenne ich von anderen Weibern), fühle mich bei ihnen daheim wohl ( "daheim" = bequeme Hausgemeinschaft ) und vergucke mich außerdem noch in ihn.   

Darüber werde ich wohl noch lange weiter nachdenken, und auch darüber, ob das alles letztlich nicht einfach ein einziges Hintenherum, ein riesengroßer Fake (...), war.

 

Das Ende vom Lied war : Weil ich einige negative Situationen aus mehreren Gründen heraus leider heruntergeschluckt und die realen Gegebenheiten nicht rechtzeitig wahrgenommen hatte bzw. vor allem aus Harmonie-Gründen nicht sehen und übergehen wollte... hat sich alles in mir aufgestaut, sodaß ich am Ende leider verbal geplatzt und gegangen bin.                                                    Schade für alle Beteiligten, solch ein Ende. Meinen Eigenanteil habe ich zumindest erkannt und daraus gelernt, Dinge zeitnah anzusprechen ( zumindest sofort, sobald ich sie erkannt habe ) und direkt zu gehen wenn ich keinen Sinn mehr erkennen kann statt mich drei lange Jahre zu quälen, nein, das war zu kraß. 

   

Wie oft hat C. ihre Freundin über ihre mangelhafte Situation mit ihrem Lebenspartner zugetextet. 

Diese hat ihr oft gesagt, dass sie endlich lernen soll, A. loszulassen. C. jedoch hat es damals nur ansatzmäßig versucht, da sie sich in einer passiven Rolle sah und ihren aktiven Anteil (Erwartungen = Druck auf A.) leider nicht ausreichend erkannte ! 

 

K. ist Hartz-IV-Empfänger. Er klagt ständig, dass er Außenseiter der Gesellschaft ist und kein Geld hat, ist aber auch nicht bereit etwas effektives gegen seine unbefriedigende Situation zu tun. Er gibt sein Geld lieber für Drogen aus und hängt den ganzen Tag irgendwo herum. Obwohl ich bisher gern mit ihm geredet habe, ihn auch in bestimmten Dingen verstehen konnte und umgekehrt, ist meine Empathie für ihn und meine Motivation, mich weiterhin mit ihm zu beschäftigen, immer mehr gegen null gegangen, und letztlich habe ich mich von ihm zurückgezogen. 

 

S. ist glücklich, denn endlich hat er wieder einen neuen Job gefunden.

Das ist für ihn elementar, denn er fühlt sich erst dann richtig gut und wertvoll, wenn er ein angepasstes Dasein als Angestellter hat und Geld verdient. 

Er ist sehr leistungs- und wettbewerbsorientiert und oft am Belehren und Diskutieren, ohne sehr auf die Befindlichkeiten seines Gegenübers zu achten. Er klagt über die konsum- und kommerz-orientierte, elitäre Gesellschaft, hält sich selbst jedoch für politisch links-orientiert, betreibt aber Kommerz und Werbung ohne Ende und hält seine Meinung für offenbar wichtiger als die von anderen.

Da ich mich weder in seiner Anwesenheit richtig wohl gefühlt habe, zumal ich auch keine Vertrauensgrundlage spüren konnte, noch bestrebt war, ihn (jemanden) zu ändern, weil jeder schlußendlich das Recht hat, so zu sein wie er sein will, habe ich mich komplett von ihm distanziert.   

 

 

Was ich mir dann letztlich überlegte...

 

Man sollte zumindest versuchen, Verständnis für die betreffende Person zu haben, wenngleich eine Trennung nicht immer unvermeidbar ist.

Das Einfachste bei Konflikten mit Mitmenschen jedenfalls ist immer, zu denken :

Wenn es mit dem einen Menschen nicht klappt, lasse ich es lieber sein und versuche es mit jemand neuem ! Es gibt ja schließlich genug andere Menschen als Alternative (das ist natürlich sehr überspitzt formuliert, so mache ich das jedenfalls nicht, ich tausche niemanden gegen jemand anderes ein.) 

 

Durch diese Weise aber können wir nicht voneinander lernen, wenn wir bei Problemen miteinander gleich aufgeben.

 

Das heißt, es ist immer besser, zunächst zu schauen ob es tatsächlich sinnvoll ist, sich zu trennen... Ob man denn auch alle  (sinnvollen) Möglichkeiten ausprobiert hat, ohne, dass man seine eigenen Grenzen und die des anderen, überschritten und zu sehr verletzt hat. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es leider etwas schwerer aus... 

 

Wie also kann man sich anders - sprich wertschätzender und menschlicher verhalten und die Beziehung aufrecht halten ( solange sie Sinn macht ! ) statt sich von der Person zu trennen ? Mit dem Ziel im Hinterkopf, eine menschlichere Gesellschaft (zumindest erst einmal im Kleinen, vor Ort) zu erreichen ?

 

Und hier kann ein ganz wunderbares Coaching- Element helfen, das ich fortan immer mehr in mein Leben integriere, und das bestimmt auch einige kennen dürften... !  !

 

Love it

Sieh es positiv! Was ist das Gute an der Situation bzw. dem Konflikt? Was bringt es Dir? 

 

leave it

Verlasse es !

Wie die Indianer sagen: „Wenn Du merkst, dass Du ein totes Pferd reitest, steige ab ! 

 

or 

change it !

Verändere es ! Wenn Du eine Situation oder einen Menschen weder lieben noch verlassen kannst, dann frage Dich : Was kannst Du tun, um besser damit klar zu kommen...

 

Das beinhaltet :

  • seinen eigenen Anteil an Verhaltensfehlern zu sehen und eigene unbefriedigende Beziehungsmuster zu reflektieren
  • nach alten ungesunden Mustern Ausschau zu halten und sie sich bewusst zu machen
  • sich zu fragen ob man mit den eigenen Macken und denen des anderen leben kann. Wenn nicht, sollte man ruhig und direkt darüber reden ( ich weiß, es ist schweeer ! ) und schauen inwieweit jeder überhaupt bereit ist, etwas daran zu ändern.                                                                                            Denn manchmal ist es ja so, das stelle ich dann leider oft erst spät fest, daß das Interesse einseitig war, und daß ich für diese Personen nach einer netten Anfangszeit schlichtweg austauschbar war.                                                                                                                                                                                    Das machen manche Leute eben so ( gerade die offenbar mit viel Geld ) - sich einen größeren Bekanntenkreis (aus Leuten als Absicherung einzurichten, um sich ( z.B. aus Ängsten heraus ) nicht auf tiefere Beziehungen einlassen zu müssen.                                                          Oder sie nehmen einfach im vorhinein schon in Kauf, dass Bekannte oder Freunde immer wieder nach einer gewissen Zeitspanne gehen und Platz für neue machen.... Das ist tragisch, und es bleibt zu hoffen, dass diese Leute trotzdem irgendwie damit glücklich werden können... und die "Gegangenen" auch...                                                                                        Aber diese, ihre, Entscheidung für oder dagegen liegt in der Verantwortung der Betreffenden selbst und nicht in meiner oder in der eines anderen... Mein Ding ist solch ein Beziehungsverständnis jedenfalls nicht, denn ich lasse mich nicht gern ersetzen. Und ich pflege tiefgründige Beziehungen, die auf Langzeit angelegt sind und keine oberflächlichen Kurzzeitgeschichten.  Zwar versuche ich die Personen zu verstehen, aber da ich eine andere Vorstellung von Freundschaft und Beziehung habe, ist es für mich sinnvoll, zu gehen, denn solche Erfahrungen brauche ich nicht mehr - sie tun mir einfach zu sehr weh. 

 

Fortsetzung folgt....