Über mich

Ich bin in erster Linie Diplom-Pädagogin und autodidaktische Künstlerin, darüber hinaus Tierschutzlehrerin und Burnout-Beraterin für den Bereich Prävention.

 

Vor knapp drei Jahren habe ich mich als Künstlerin und Tierbetreuerin selbständig gemacht. 

 

Es war für mich eine schmerzvolle - aber erkenntnisreiche - Erfahrung, zu erleben, daß man in einem für die Weiterentwicklung von Kultur und Bildung so notwendigen Bereich wie der nicht-kommerziellen unabhängigen Kunst, zumindest als weiblicher Künstler ohne staatliche Hilfen und partnerschaftliche Unterstützung, allein mit seiner Kunst finanziell und sozial gesehen kaum überleben, geschweige denn leben kann. Denn das ist sogar mit staatlicher Unterstützung nicht möglich! Es sei denn, man akzeptiert, daß man sich in gesellschaftlicher Hinsicht "prostituieren" muß: 

Indem man wettbewerbs-willig ist, Karriere fördernde Ambitionen, Beziehungen und Vorliebe für Status mitbringt. Und natürlich Geld und die Bereitschaft, für Geld und soziales Ansehen so ziemlich alles zu machen.

Also quasi alle Sachen, die bei mir anders laufen oder nicht mit mir und meinen Werten kompatibel sind.

Das brachte mich sehr zum Nachdenken.

 

Sehr nachdenklich wurde ich außerdem, als mir wiederholt gesagt wurde, ich müsse unbedingt endlich wettbewerbsfähig werden. Dafür sollte ich mich trauen, mich stärker in den gängigen sozialen Netzwerken zu präsentieren und mich mit denjenigen Künstlern vernetzen, die es bereits "geschafft" hatten. 

Ich wusste nicht ob ich diese Ratschläge belachen oder beheulen sollte.

Denn allein diese Perspektive - exemplarisches Spiegelbild unseres kapitalistischen Gesamtsystems - und gleichzeitige Projektion der von diesem System erzeugten Probleme auf Anderstickende... Diese Perspektive schockierte mich! Eben weil ich Leistungs-, Konkurrenz-Prinzip und Imponiergehabe verabscheue. Erst recht, wenn das Ganze zusätzlich noch von den kommerziellen sozialen Netzwerken kräftig gepusht wird. Deren Charakter ich ohnehin überhaupt nicht schätze, weshalb ich mich auch nur sehr selten dort aufhalte...

Das war ein großer Schreckmoment und gleichzeitig Bestätigung dafür, wie verkehrt so ziemlich alles auf der Welt läuft, was von Homo Oeconomicus gesteuert wird.

 

An mangelndem Mut oder fehlender Wettbewerbs-Fähigkeit fehlt es mir jedenfalls nicht. Mir fehlt es an Wettbewerbs-Willigkeit. Außerdem habe ich andere Werte. Und meine persönliche Integrität ist mir quasi heilig - denn selbstverständlich werde ich niemals Menschen in den Arsch kriechen, nur um etwas zu bekommen! Einfach nur widerlich, wie das alles heutzutage so selbstverständlich abläuft, dieses gegenseitige Protegieren. Bis in die höheren Ebenen der Gesellschaft. Ein einziges Image-Gehabe plus Lobbyismus und Vetternwirtschaft. Wie soll man denn da noch jemanden aus diesen Reihen ernst nehmen können?! Soweit dazu.  

 

Diese gesamte Erkenntnis hat mir lange weh getan und tut es noch immer. Gerade, weil für mich Kunst eine wichtige gesellschaftliche Angelegenheit ist und eine große Herzensangelegenheit dazu.

Und weil ich den Anspruch habe, mit meiner Kunst gesellschaftlich mitzuwirken.

Weil sie gut ist, mein soziales Konzept ebenfalls gut ist und beides ernst genommen werden will. Aber eben nicht zu jedem Preis.

 

Deshalb: Um zufrieden leben zu können und mich nicht von dem eben geschilderten Frust auffressen zu lassen, musste ich meine künstlerischen Ziele zwangsläufig umdefinieren. 

Ich akzeptiere: Es gibt für mich keinen Haupterwerb im Kunstbereich, weil ich meine Kunst und mich für dieses System nicht "prostituiere". Ich wirke dort, wo meine Kunst und ich gewollt, verstanden werden wollen und gebraucht werden. Wo eigene und fremde Werte miteinander eine wertschätzende Beziehung eingehen und sich sinnvoll ergänzen können. Fertig.

Meine Kunst stelle ich dort aus, wo sie von den kontextuellen Bedingungen her genau hineinpasst. Und zwar paßgenau. Ansonsten biete ich eben mehr Online-Ausstellungen in Eigenregie an. Punkt.

 

Was sich noch verändert hat:

Hauptberuflich arbeite ich im Frauenhaus. Dort sind mein Idealismus und meine Kreativität erwünscht, und ich kann zumindest einen Teil meiner Liebe für Kunst, Natur, Tiere und Kinder sinnvoll einbringen. 

Meine Tätigkeiten als Tierschutzlehrerin und Tierbetreuerin führe ich selbstverständlich weiter, weil mir die Rechte von Tieren sehr wichtig sind.  

Ende Oktober biete ich z.B. einen Workshop für Kinder an, der kreatives Gestalten und Tierschutz miteinander sehr gut vereint. Mehr dazu findest Du unter "Aktuelles".

Ich bin sehr gern in der Natur, liebe es sie zu beobachten und genieße die dortige "Stille" sehr. Gerade weil mein Wohnumfeld über die letzten Monate sehr voll und laut geworden ist, schätze ich Ruhe und die Abwesenheit von (insbesondere lauten) Menschen über alle bisherige Maßen. 

 

Ansonsten lese ich gern und bin ständig kreativ mit etwas beschäftigt und langweile mich nie. 

Ich bin sehr geräusch- und geruchsempfindlich. Ausnahme: Bei Musik, die qualitativ wirklich gut gemacht ist, genieße ich es sehr, sie lauter zu hören. Ständig und laut quatschende und nach Parfum stinkende Menschen sind für mich unerträglich. Oft schalten da glücklicherweise meine Ohren automatisch auf Durchzug. Und wenn nicht, helfen Ohropax, falls ich schon im Vorfeld ahne, was bzw. wer da gleich auf mich zukommt. Für meine Nase habe ich bisher allerdings noch keine richtig gute Lösung finden können.

 

Natur, Ohropax, intensive Meditationseinheiten, kreatives Tun und Treffen mit Menschen, die mir gut tun, sind sehr wichtig für meine innere Balance.

Und natürlich meine Tiere, sie kommen immer an erster Stelle.

Ich vertreibe meine Kunst selbst, weil...

 

  • ich selbst am besten weiß, wie ich sie an den Mann / an die Frau bringen möchte
  • sie mir wichtig ist, ich für sie verantwortlich bin und ich mich deshalb logischerweise selbstverantwortlich um sie kümmern will  
  • mir das herkömmliche Galerie-Konzept per se nicht zusagt
  • ich gern meine eigene Chefin bin.